Auf dem Ökumeneweg in Hagsfeld

von Frank Bürger

Auf dem Weg. Foto und Bearbeitung: Frank Bürger

Am Ostermontag 2017 fiel der Startschuss zum Ökuemenweg in Karlsruhe-Hagsfeld. Rund 250 Besucherinnen und Besucher machten sich gemeinsam mit den Dekanen Thomas Schalla und Hubert Streckert sowie Dekanstellvertreter Siegfried Weber und dem katholischen Pfarrer Erwin Schmidt als geistliche Vertreter von der Bruder-Klaus-Kirche aus auf den Weg zum Gemeindehaus der Laurentiusgemeinde, um mit Musik und Wort an den Stelen als Wegmarken innezuhalten.

Hier nun ablesbar der Weg

Hier der Artikel der BNN vom 12. April 2017 von Ekart Kinkel mit den wichtigesten infos:

Hagsfeld bekommt einen Ökumeneweg

 

Offizielle Eröffnung findet am Ostermontag statt

Motto: 500 Jahre getrennte Wege sind genug

 

Von unserem Mitarbeiter Ekart Kinkel
Sie stehen für Ruhe, Zuversicht, Liebe, Glaube oder Gott: 15 Stelen säumen die Straßen zwischen den beiden Hagsfelder Kirchen und laden zum Nachdenken ein. Auf jeder Stele finden die Betrachter ein Bild und kurze Bibeltexte oder Zitate bekannter Persönlichkeiten wie Albert Schweitzer. Über einen QR-Code können zusätzliche Infos aufs Handy geladen werden. Am Ostermontag ab 9.15 Uhr wird der 5,4 Kilometer lange Ökumeneweg mit der Begehung eines Teilstücks zwischen der katholischen Gemeinde Bruder Klaus und der evangelischen Laurentiusgemeinde sowie einem Festgottesdienst mit den Stadtdekanen Hubert Streckert und Thomas Schalla offiziell eröffnet.
 
„Für uns ist dieser Weg ein wichtiges Symbol für die gute Zusammenarbeit der beiden Kirchengemeinden in unserem Stadtteil“, betont der evangelische Pfarrer Siegfried Weber. Als Zeichen des ökumenischen Miteinanders passe der Weg auch ausgezeichnet ins Jahr des 500-jährigen Reformationsjubiläums. Das Weg-Motto „500 Jahre getrennte Wege sind genug. Wir gehen gemeinsam!“ unterstreiche den Zusammenhalt der beiden größten christlichen Kirchen, so der katholische Pastoralreferent Sebastian Kijas von der Seelsorgeeinheit Karlsruhe Nord-Ost. „Es geht uns nicht um die große Politik“, so Weber, vielmehr stehe das gemeinsame Hervorheben christlicher Werte im Mittelpunkt.
Die Idee zu dem Ökumeneweg brachte Ursula Wiederkehr aus der Fränkischen Schweiz nach Hagsfeld. „Dort gab es an Wanderwegen Tafeln mit Sinnsprüchen und Bibelversen“, so Wiederkehr. In Hagsfeld wählte sie mit einem fünfköpfigen Team aus über 50 Versen und Zitaten die 15 Stelen-Texte aus. Für die Bilder auf den Stelen wurden Hagsfelder Bürger, Vereine und Institutionen gewonnen. So bebilderte das Team der Bücherei Bruder Klaus ein Zitat von Papst Johannes XXIII. auf der Ruhe-Stele mit einer relativ aufgeregten Collage, der Jugendkreis der Laurentiusgemeinde zeichnete zu einem Paulus-Vers eine brennende Kerze.
 
Knapp ein Jahr lang sind die Stelen des Ökumenewegs nun in Hagsfeld zu sehen. Zu Ostern 2018 wird die Installation wegen strenger Auflagen des Gartenbauamts zur Gestaltung des öffentlichen Raums wieder abgebaut. Ob die Stelen dann ganz aus dem Ortsbild verschwinden, steht laut Weber aber nicht endgültig fest: Es lägen bereits erste Anfragen von Hagsfelder Bürgern vor, die eine Stele im Vorgarten aufstellen möchten.
 
Infos
Informationen zu den Stelen und der Entstehungsgeschichte sowie eine Karte des Hagsfelder Ökumenewegs gibt es unter www.oekumeneweg.de im Internet.
 
 
 
Fotos (Frank Bürger)

Einstimmung:

 

 

Wegbegleiter: der Posaunenchor der Laurentiusgemeinde in der Kirche Bruder Klaus

 

Wegbegleiter: Frauenschola Bruder Klaus

 

Auf dem Weg: Worte von Dekan Thomas Schalla (Evangelische Kirche in Karlsruhe), Dekan Hubert Streckert (Katholisches Dekanat Karlsruhe)

 

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